Der Pate (1972)

Inhalt Don Vito Corleone ist der Kopf einer der einflußreichsten Mafia-Familien New Yorks. Als die anderen Familien der Stadt beschließen, neben Glücksspiel und Schutzgelderpressungen nun auch den Handel mit Drogen als Erwerbsquelle zu nutzen und sich Don Corleone diesem Vorhaben nicht anschließen möchte, wird er zum Ziel eines hinterhältigen Mordanschlags. Nun steht Vitos Sohn Michael in der Verantwortung, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, obwohl er mit den Gechäften der Familie bis dato nichts zu mehr...
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Das ist meine DVD Sammlung. Einige fehlen noch aber ich arbeite dran.

Leute53

Killing,vor 7 Monaten
Y2TakerPunk,vor 2 Jahren
Flori2407,vor 2 Jahren
Jemand,vor 2 Jahren
Kaabuum86,vor 2 Jahren
Jule,vor 2 Jahren

Reviews3

Jörg M vor 2 Jahren
Als Prototyp des modernen Gangsterfilms, glänzt Der Pate auf allen Ebenen und weiß über die dreistündige Laufzeit eine fesselnde, faszinierende, vielschichtige Geschichte über familiäre Dynamiken sowohl filmisch aufregend als auch emotional resonant zu erzählen. Die zumeist sträflich ignorierte Kameraführung von Gordon Willis, die mit verschieden starken Brauntönen im film noir-Look arbeitet, um äußeren Schein und wahres Sein dieser ambivalenten, paradoxen Welt aus skrupelloser krimineller Energie und familiärem Zusammenhalt unter betont patriarchalischem Gesetz einzufangen, die ruhige, bedächtige Montage, und die famose romantische-traurige Musik von Nino Rota werden von Coppolas sehr liebevoller und intelligenter Inszenierung zu einem geradezu elegischen, ungemein vertrauten Bild einer familiären Sphäre verbunden, die von einer der bestverfassten Romanadaptionen voll unvergeßlicher Dialoge getragen wird, die hier gar die Vorlage emotional bereichert und thematisch erweitert. Die passgenaue Besetzung einprägsamer, vor diesem Film leidlich bekannter Charakterköpfe tut ihr übriges. Der damals noch unerfahrene Theatermime Pacino glänzt mit melancholischer Zurückhaltung und explosiver Aggression in seiner fraglos bekanntesten Filmrolle, während Brando seine Reputation als beispiellos authentischer Method-Akteur abermals mit seiner ikonischen Darstellung des brutalen wie liebevollen Don zementiert. Auch James Caan, Robert Duvall, John Cazale und viele weitere Mimen waren selten besser als in ihren respektiven Rollen im Paten. Und es gibt kaum eine Szene aus diesem Film, die sich nicht in das kollektive kulturelle Gedächtnis unserer Zeit eingebrannt hat. Hat also Der Pate wirklich all die Lobeshymnen verdient, die er noch heute so zahlreich bekommt? Come si dice?... Si, certo, padrino!

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Jackson Muller vor 4 Jahren
Ist es naiv, wenn man einen einzigen Film als den besten aller Zeiten bezeichnet? Ich würde sagen ja, und deshalb will ich Der Pate auch anders beschreiben: Wenn Gott so gemein wäre und alle Filme der Welt bis auf einen vernichten würde, und er mir die Wahl lassen würde diesen einen Film zu bestimmen, so würde ich ohne zu zögern Der Pate nennen. Denn diese gesamte Brillanz an schauspielerischer Größe, dieser virtuose Aufbau der Geschichte und die unglaublichen atmosphärischen Werte sind, zumindest aus meiner Sicht, unerreicht. Der Pate ist auch heute noch großes Kino, das noch nichts von seiner Qualität verloren hat.

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Manuel vor 4 Jahren
Der Pate (OT: The Godfather) führte am Ende des Filmjahres 1972 die Box Office Liste an und hält eine Fülle ikonischer Momente bereit (z.B. der abgetrennte Pferdekopf unter dem Laken des Filmproduzenten, die über die Straße rollenden Apfelsinen beim Attentat auf Don Vito oder der viel sagende Blick, den Michael Kay am Ende des Filmes zuwirft, als er die Tür schließt und sie so aus seinen Geschäften ausschließt). Die literarische Vorlage zu Der Pate lieferte Mario Puzo 1969 mit seinem gleichnamigen Roman. Gemeinsam mit Regisseur Francis Ford Coppola verfasste er auch das Drehbuch, den letzten Schliff verpasste diesem Robert Towne. Obwohl das Thema eindeutig ist, fiel das Wort Mafia keinmal im fertigen Film. Sowohl für die Besetzung des Regisseurs als auch für die Hauptrollen hatte de Verleiher Paramount, der die Filmrechte am Buch für 12.500 Dollar erworben hatte, zunächst andere Kandidaten ins Auge gefasst. So bekam schließlich der damals 31-jährige Coppola nur den Zuschlag, nachdem zuvor Regisseure wie Peter Yates (Bullitt) oder Costa-Gavras (Z – Anatomie eines politischen Mordes) abgesagt hatten. Und Coppola setzte seinen Wunschkandidaten, den damals so gut wie unbekannten Al Pacino, gegen populäre Schauspieler wie Robert Redford oder Jack Nicholson durch. Selbst James Caan bewarb sich zunächst für die Rolle des Michael, bevor er dann zum älteren Bruder Sonny wurde. Trotz der Fülle an Anekdoten, die Der Pate umflirren, wird wahrscheinlich am ehesten noch Marlon Brandos methodisch agierender Ansatz an seine Rolle mit Einsatz der sagenumwobenen Watte in seinen Wangen in Erinnerung bleiben, mit der er seiner Erscheinung die gewünschte Bulligkeit zu geben gedachte. Schön genuschelt, Marlon!

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