Samy El-Bayady Mitglied seit 7 Jahren

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Butterfly Effect vor 6 Jahren
„Butterfly Effekt“ entstammt als Begriff der Chaos Theorie und spricht von der Kausalität der Ereignisse, dass z.B. der Flügelschlag eines Schmetterlings am andern Ende der Welt zu einem Orkan anschwillt. Der Hauptdarsteller entdeckt als Student, dass er sich beim Lesen seiner alten Tagebücher in verschiedenste Lebenssituationen zeitlich zurückversetzen kann. Das tut er dann auch und versucht die Zukunft für seine Freunde und Bekannte und auch für sich positiv zu verändern, was aber nicht immer entsprechend des linearen Gedankenganges zum Vorteil funktioniert. Er muss immer wieder eingreifen, ohne letztlich das Ergebnis optimieren zu können. Aufgrund des geringen Budgets und der vielen Studioaufnahmen leider nur ca. 75%, obwohl das Thema das Zeug gehabt hätte, „Die Geschichte des Benjamin Button“ locker in den Sack zu stecken.
Andreas:  Genialer Film, den man immer wieder anschauen kann! vor 4 Jahren

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Stadt der Freude vor 6 Jahren
„Stadt der Freude“ von Roland Joffe (Killing Fields) ist vergleichbar mit Dany Boyles „Slumdog Millionär“, ist jedoch etwas weniger ein modernes Märchen wie der populäre Film von Boyle. Der Amerikaner Max (Patrick Swayze) reist in einer Sinnkrise nach Indien, nachdem er während einer Operation ein kleines Mädchen nicht retten konnte. Der Arzt wird zufällig in die Arbeit einer freiwilligen Tagesklinik in einem Slum von Kalkutta involviert. Er erlebt die Ausbeutung der Ärmsten durch die Armen, wird selbst Opfer von Gewalt und verliert langsam seine hochmütige US Amerikanische Haltung auch wenn er nicht zum „Gleichen unter Gleichen“ wird. Parallel wird die Geschichte eines Rikschafahrers erzählt, dessen Lebensweg sich mit Max kreuzt und sich langsam eine respektable Freundschaft entwickelt. Der Film zeigt die Härten des Lebens der Ärmsten bekommt aber zunehmend einen „Feel-Good-Movie Touch“. Faszinierend sind die Bilder Kalkuttas und der Einblendung einer riesigen Brücke, die ständig an den Film „Es war einmal in Amerika“ erinnert. Neben „Gefährliche Brandung“ Swayzes bester Film, ca. 70%.

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Uhrwerk Orange vor 6 Jahren
„Clockwork Orange“ ist Kubricks Filmperle von 1972. Ähnlich wie bei „2001-Odyssee im Weltraum“ konnte man sich kaum vorstellen, dass dieser Film jemals „alt“ wirken wird. Tut er aber inzwischen, auch durch seine theatralische Inszenierung. Trotzdem bleibt der Film ausdrucksstark und schockiert weiterhin, wenn auch nicht mehr in dem drastischen Ausmaß von einst. Erzählt wird von einer emotional verarmten brutalisierten Gesellschaft, die die Gefängnisse für die politischen Häftlinge benötigt. Die Gewalttäter sollen einer Gehirnwäsche unterzogen werden und sich fortan nicht mehr für das Böse entscheiden können, selbst wehren können Sie sich nicht mehr – „die Orange Wird mechanisch“, der Mensch verliert sein Entscheidungsrecht. Die Gesellschaft hingegen verlangt Buße und vergeht sich am zwangsweise Geläuterten…, ca. 75%.

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City of God vor 6 Jahren
„City of God“ ist eine äußerst bemerkenswerte Produktion, gedreht mit vielen Laiendarstellern. Es wird eine wahre Geschichte aus den Favelas Rio de Janeiros erzählt. Sie beginnt Ende der 60 ziger als die „Stadt Gottes“ geschaffen wird. Eine große Baumaßnahme kleiner Einfamilienhäuser und vieler Wohnblocks in denen viele obdachlose Familien eine Unterkunft finden. Während die neuen Siedler oft harter und schlecht bezahlter Arbeit nachgehen, suchen die Jugendlichen das schnelle Geld. Betrachtet werden hauptsächlich zwei Jungs und ihre Lebenswege. Locke, der schon als Kind skrupellose und einfältige Verbrecher und Rocket, der nicht auf der schiefen Bahn gerät und immer Fotograf werden will. Locke beherrscht später fast das gesamte Quartier und hat den Rauschgifthandel in seiner Hand. Gegen den einzigen verbliebenen Widersacher wird aufgerüstet und ein heißer Krieg geführt. Die korrupte Polizei wiederum steht hinter dem Waffenhandel. Rocket wird aufgrund seines Kontaktes zu Locke wichtige Pressefotos abliefern, die ihm schließlich einen Job sichern ….. Bemerkenswerter als die Story sind die realistischen Aufnahmen des Milieus und die Erzählweise, die Vergangenheit und Gegenwart geschickt vermischt. Besonders bemerkenswert ist die Flucht eines panischen Huhns vor seiner Schlachtung durch die Straße Rio`s. Eine Schwäche hat dieser großartige Film, sämtliche Charaktere bleiben oberflächlich, weshalb der Film nicht emotional fesseln kann, ca. 80 %.

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Cinema Paradiso vor 6 Jahren
Schwierig fällt die Beurteilung des Films Cinema Paradiso, gute Darsteller und Aufnahmen des sizilianischen Dorfes und vor allen eine Hommage an die Geschichte des Films und des Dorfkinos. Der Film berührt durch seine Rückblicke und Erinnerungen (erste Liebe, Heimat, Freunde, Familie) und auch durch das Aufzeigen der Vergänglichkeit (als das Kino zum Ende abgerissen wird). Karriere, Entwurzelung und schnelles Leben ohne von jemand wirklich geliebt zu werden, sind weitere Inhalte. Trotz aller aufkommenden nostalgischen Gefühle, beginnt der Film leider sehr holprig, gewinnt dann an Linie und Tempo, ohne aber durchgehend zu fesselt, Fazit: Durchaus sehenswert, knapp 80%

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