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Lost in Translation vor 3 Jahren
Lost In Translation will nicht kulturelle Differenzen aufzeigen, sondern sie als Gegebenheit nutzen, um über menschliche Beziehungen zu erzählen. Aufgrund der Intensität und Bedeutung dieser kurzen Beziehung vermittelt der Film ein positives Empfinden, da er zeigt, daß diese, trotz ihrer Kürze, Nachwirkungen im Leben beider haben wird. Eine aufbauende Erfahrung, die Kraft geben sollte, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden.

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Jonze weiß, wovon er redet und filmt, denn schließlich kommt er aus der Musik-Video-Branche und hat unzählige Clips für Gruppen und Stars produziert. Jonze beobachtet das Treiben seiner Schauspieler, als wenn er ihnen heimlich das Portal „untergeschoben“ hätte, um sich ins Fäustchen zu lachen: „Nun macht mal schön, ich schau mir Euer Verhalten mit Genuss an.“ Jonze lässt den Film nie aus dem Ruder laufen, so chaotisch, aber nicht etwa undurchschaubar, sich die Geschichte gegen Ende auch entwickelt. Wie in einem medialen russischen Roulette streiten die Protagonisten zwischen Identität, Geld und Ansehen darum, John Malkovich zu sein. Und so bekommen sie alle, nicht bösartig, aber bissig, ihr Fett weg – das Geschäft mit dem Visuellen, genannt Kino, die Marktschreier, die uns unsere angeblich „wahre“ Identität verkaufen wollen, die Patchwork-Ideologen, die in die gleiche Kerbe hauen, und Jonzes eigene Branche natürlich auch. Und Charlie Sheen darf sich in einem Cameo-Auftritt über sich selbst lustig machen. Einer „siegt“ allerdings auf eine unglaubliche und zugleich erschreckende Weise: Dr. Lester. Aber das will ich hier nun wirklich nicht verraten.

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GoodFellas vor 3 Jahren
Scorsese ist Moralist, ein extremer Moralist sogar, und sein Film ist ein deutlicher Kontrapunkt etwa zu »Der Pate« von Coppola, in dem die Gangsterwelt zwar ruchlos, aber eben doch irgendwo auch ehrbar erscheint. Trotzdem ist »Goodfellas« kein moralisierender Film mit dem Zeigefinger. Scorsese erzählt die Geschichte so nah an der Realität (bzw. der Autobiografie Hills) wie irgend möglich. Er lässt die Gangster für sich sprechen. Sie sind es, deren Verhalten, Denken, Handeln den Betrachter entweder abstoßen oder anziehen, deren Milieu auf den Zuschauer als Zeugen attraktiv oder widerlich wirkt, eine Milieu, das kompakt, logisch »durchdacht«, verhaltensmäßig eindeutig ist – und doch brüchig wie kaum etwas anderes, weil die Fassade von Ehre und Freundschaft gnadenlos zusammenbricht, wenn sich einer »auf den Schlips getreten« fühlt. Kampf, Gier, Machtdrang in Permanenz, bis zur Erschöpfung, bis die Zeiten sich so verändert haben, dass auch ein Henry Hill nicht mehr mithalten kann und als Kronzeuge gegen seine »besten Freunde« aussagt. Auch eine Logik des Milieus, denn jetzt ging es um sein Leben.

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Alles in allem wirkt der Neuanfang nicht nur gut gelungen, sondern wird in die Geschichte als einer besten Bonds ever eingehen. Das Drehbuch, die Dialoge, einfach die komplette Charakterezeichnung von Bond ist realistischer und authentischer als bisher. In Sachen Casino Spielen ist nun Poker angesagt. Der Cast überzeugt auf ganzer Linie und die Musik ist hervorragend (vor allem der Titelsong). Es gibt auch Schwächen wie die erste halbe Stunde nur in (gute) Action ausartet und etwas überzogen wirkt. Doch dies ist Bond. Wenn im nächsten Teil noch Q und mehr Gadgets vorkommen, könnte Daniel Craig auf gleicher Höhe mit Sean Connery stehen. Der Unterhaltungsfilm des Jahres. Bond ist zurück und wie!

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Der Pate - Teil III vor 3 Jahren
In der Gesamtschau der drei Teile des „Paten“ ist Teil 3 sicherlich der schwächste. Das hat mehrere Gründe. Zum einen vermisst man Robert Duvall als Freund, Rechtsanwalt und „Fast“-Bruder von Michael Corleone Tom Hagen. An seine Stelle trat George Hamilton als B. J. Harrison – eher als drehbuchgewollter Statist denn als Rolle mit glaubwürdigem Charakter. Andy Garcia als der dritte in der Reihe nach Marlon Brando als Vito Corleone und Al Pacino als dessen Sohn kommt den beiden Schauspielern nur ansatzweise nahe, obwohl er wirklich nicht schlecht spielt. Zentrale Figur bleibt aber auch in diesem dritten Teil der Saga Al Pacino, eine unglaubliche Leistung, die er über die Jahre hinweg ohne Einschränkungen erbrachte.

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