Joey67 Mitglied seit 1 Monat

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Bereits 1974 hat Regisseur Bob Clark erkannt, daß die (zumindest geschäftsträchtigere) Zukunft des Horrorfilms in der Verbindung von irren Schlitzern und unbedarften jungen Mädchen liegt. Das wohl beste Beispiel der Prä-„Halloween“-Ära ist insgesamt sehr gut und spannend inszeniert worden und weist einige wichtige Nebenhandlungen und -figuren auf (z.B. der nutzlose Gang zur Polizei oder das sexbesessene erste Opfer), die später zum Standard der Teenie-Slasher-Flicks werden. Die makabren Einfälle, hier sei nur die in der Plastiktüte eingehülllte Leiche auf dem Dachboden erwähnt, und der in die Länge gezogene Mord mit einer Kristallglas-Figur sind eindeutig von Clarks Vorbild Dario Argento abgeleitet. Obwohl das Script an manchen Stellen etwas durchhängt, ist „Jessy– Die Treppe in den Tod“ doch ein besserer Vertreter des Stalk’n-Slash-Subgenres.

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The Neon Demon vor 1 Monat
Keine Kunst, nur künstlich. Was uns dieser über weite Strecken in grelles Neonlicht (daher der Titel, ein Dämon kommt hingegen nicht vor) getauchte Arthouse-Stinker da vorsetzt, das ist gähnende Leere ohne jegliche Substanz. Ein Machwerk so langatmig wie eine nicht endende wollende Modenschau mit ausdruckslosen Models, die roboterhaft und mit totaler Gefühlskälte auf High Heels durch die Gegend staksen. Und mittendrin Elle Fanning - hier im doppelten Sinne blass und mehr wie ein zerbrechliches Püppchen und gar nicht wie eine richtige Frau. Erst im letzten Viertel der zweistündigen Laufzeit kommt der Eifersuchtsplot ins Laufen und dem Film fällt noch ein, dass er kurz vor Schluss ja auch noch ein bisschen Gewalt und ein paar kleine Tabubrüche einbauen könnte. Aber da ist es schon zu spät und das Gezeigte dürfte heute niemanden mehr schockieren.

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Dario Argento, der zwei Jahre vorher mit „Rosso– Die Farbe des Todes“ bereits einen Höhepunkt seines Schaffens hatte, zieht auch bei „Suspiria“ sämtliche filmischen Register, um den Zuschauer das Fürchten zu lehren. Durch den Gebrauch seiner sattsam bekannten Kunstgriffe, wie z.B. Licht- und Farbeffekte, eindringliche Musik, gelingt es Argento leicht, dem Publikum eine halluzinatorische Atmosphäre vorzugaukeln, die bestens zur Manipulation geeignet ist. Dies beginnt schon in der superben Eingangssequenz, bei der Suzy in sturmumwitterter Nacht nichtsahnend bereits die Lösung des Ganzen in den Händen hält. Die Morde werden –wie üblich– blutig zelebriert und bilden die Höhepunkte einer Handlung, die den Grundstein für eine Trilogie legt, die sich mit den drei Müttern beschäftigt, die auf verschiedenen Orten der Welt die Eingänge zur Hölle bewachen. Inspiriert wurde Dario Argento von dem Schriftsteller Thomas De Quincey (1785– 1859), der in einem seiner Bücher die Legende der Mater Lachrymarum, Mater Suspiriorum und Mater Tenebrarum am Leben erhält. Während die genannte Trilogie mit „Horror Infernal“ seinen zweiten Teil erhielt, warten Argentos Fans bis heute auf einen abschließenden dritten Teil. Diesen hat Luigi Cozzi 1990 inoffiziell mit seinem „Dead Eyes“ beigesteuert. Kurzum: „Suspiria“ ist ein moderner Klassiker des Horrorfilms

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Der Film ist in vielerlei Hinsicht extrem, herausfordernd, mitunter anstrengend, dennoch extrem fesselnd. Die Gewalt, auch wenn sie nur angedeutet wird, ist hart und verstörend. Angekettete, bandagierte, um das Augenlicht und die Stimmbänder erleichterte Menschen lassen Erinnerungen an MARTYRS wach werden. In noch drastischeren Momenten kommen Parallelen zu NEKROMANTIK und TAXIDERMIA auf. THE EYES OF MY MOTHER ist ein Sicko im Arthaus-Gewand. Trotz seiner betörenden Bildgewandtheit und seiner ruhigen und besänftigenden Erzählweise reicht der Streifen vom Grad der Sickness locker an Schocker wie TEXAS CHAINSAW MASSACRE oder HUMAN CENTIPEDE heran. Der Showdown schwächelt ein bisschen. In seiner verstörenden Wucht aber einzigartig und unvergesslich.

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Äußerst spannender Science-Fiction-Horror mit einschlägigen Handlungsabläufen und perfekt inszenierten Tricksequenzen. Stilsicher hat Ridley Scott die Geschichte umgesetzt und kann somit den Zuschauer über die volle Länge kurzweilig und sehr fesselnd unterhalten. Weite Teil der Handlung entstammen Mario Bavas bereits 1965 entstandenem „Planet der Vampire“, sind aber logischerweise aktualisiert worden. Ebenso hat sich Ridley Scott durch „Planet of Blood“ von Curtis Harrington inspirieren lassen. „Alien“, ein Mega-Hit an der Kinokasse, war Trendsetter für unzählige, meist formal hingeschluderte Nachfolgefilme sowohl italienischen als auch US-amerikanischen Ursprungs. Bislang gibt es sogar drei direkte, lizenzierte Fortsetzungen, von denen Teil zwei („Aliens“) das Vorbild fast noch an Spannung übertrifft, was kaum möglich zu sein schien. Ein Großteil der Wirkung von Alien“ wird durch die konsequent ausgenutzte Breitwand-Fotografie und die perfekte Abmischung der Musik- und Tonkulisse erreicht.

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